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DIE GOLDENEN BLÄTTER AUF BURG

Vor vielen Jahren gingen drei arme Haselstauder Mädchen an Weihnachten auf Burg. Auf dem Heimweg kamen sie zu einem großen Baum, und sahen schöne, goldbraune Blätter unter ihm liegen. Sie nahmen einige auf und trugen sie nach Hause. Dort sahen sie, daß es lauter Goldstücke waren. Geschwind gingen sie wieder hinauf und wollten noch mehr holen, aber als sie zum Baume kamen, lag kein einziges Blatt mehr dort.

Die Sage erzählt, daß unter dem Baume ein reicher Mann begraben liege, der im Sterben gesagt hat: „Wenn ich tot bin, sollt ihr mein Geld armen Mädchen geben!" Die Leute taten das aber nicht, sondern gaben ihm das Gold mit ins Grab. Nun muß er es den Armen selber geben.


Quelle: Walter Weinzierl, Sagen aus Dornbirn, Dornbirn 1968, S. 59