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Die goldene Mühle Nahe dem einstigen Kloster Valduna war in alten Zeiten, wie die Sage meldet, eine Mühle, wo Tag für Tag die Räder ratterten. Sie trug ihrem Besitzer, dem Müller, soviel Reichtum ein, daß sie weitum nur die "goldene Mühle" hieß. Der Reichtum aber stieg dem Müller zu Kopfe und, bedacht, noch mehr des Mammons zusammenzuraffen, scheute er sich nicht, sogar am Tag des Herrn die Räder laufen zu lassen und ihn in schnöder Gewinnsucht zu entheiligen. Auch tat er eine Schenke auf bei der Mühle. Von Tanz, Gesang und Ausgelassenheit widerhallte das stille Waldtal, selbst wenn von fern die GIocken riefen zur Feier des Sonntagsgottesdienstes. Einmal, an einem Sonnabend gegen das Zudämmern, drehten sich wieder der Paare in tollem Tanz, als von der Straße herein das Versehglöcklein erscholl und ein Priester mit dem Hochwürdigsten vorüberschritt, einem Sterbenden die Wegzehrung zu bringen. Aber die ausgelassenen Gäste kehren sich nicht daran; mit Gelächter und Spott wirbeln sie weiter in frevlem Tanz und am tollsten treibt es der Wirt selbst: die Weinkanne erheb spöttlich zum Segnen, die priesterliche Handlung nachäffend. Einzig ein Mägdlein eilt beim Schall des Glöckleins aus dem Hause, empfängt fromm den Segen gibt ehrfürchtig dem Herrn im Sakrament das Ehrengeleite. Die Frevler aber ereilt das göttliche Strafgericht: „Noch toset im Saale Gelächter .... Ein Sumpf noch zeiget die Stätte:
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