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Vom roten Stein in der Fridolinskapelle Geht man bei der Kirche am Frauenberg durch den alten von der Burgmauer eingeengten Freithof [Friedhof] gegen den ehemaligen Wehrgang, den Umlauf, hinauf, so kommt man zur Fridolinskapelle. Wenn es wahr ist, daß dieselbe die Herrengeschlechter des Gaues zum Danke für die Errettung aus drohender Gefahr bei einem Gerichtstage auf Müsinen erstellten, so haben sie nicht allzu tief in ihre Säckel gegriffen; denn dieses Kapellchen ist gar niedrig und armselig unter die Pfarrkirche eingebaut.1) Vom roten Stein darin weiß das Volk, daß er aus der Gastra 2), dem steilen Waldhange oberhalb Rankweil, stamme, wohin St. Fridolin von der Thingstätte weggegangen war, um zu beten. Dabei war er auf diesen Stein gekniet, und wunderbarerweise wurde derselbe unter ihm weich wie Wachs, so daß man die Eindrücke seiner Knie noch heutzutage sehen kann. Wer Gliederschmerzen hat, mag in dieselben knien, er wird geheilt werden.3)
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