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DER BUTZ MIT DER FEURIGEN HAND

Viel Gerede geht vom Butz in einem einsamen Haus zu Schruns. Der zeigt sich zu gewissen Zeiten den Sterblichen, in einen schwarzen Pelzmantel gehüllt, und hat eine feurige Hand, mit der er den Begegnenden drohend winkt. Nach anderen ist dieser Butz ein schwarzer Mann ohne Kopf und trägt einen Fensterrahmen um den Stumpen (Rumpf).

Im Keller des gleichen Hauses ist es auch nicht geheuer, da treibt ein Kellerbutz sein Unwesen, ein Weibsbild mit einem Kindlein im Arm. Seine Freude ist es, jedes Geräusch, jeden Laut und jedes Wort, das in den Keller dringt, nachzuäfflen.

Quelle: Die Sagen Vorarlbergs. Mit Beiträgen aus Liechtenstein, Franz Josef Vonbun, Nr. 175, Seite 139