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381. Der Betrunkene erlöst
Auf dem Faschinajoch, am Stafel der Alpe Iskafelsa, breiten sich rings schöne Fettheuwiesen, besonders gegen den Litzeberg hinan. Dort konnte man früher oft in nächtlicher Stunde von der Höhe her ein lautes Seufzen hören: „ Wo ani soll i's stecka?" Wer den traurigen Ruf vernahm, betete wohl für die arme Seele, doch keinem gelang es, sie zu erlösen. — Als von der Damülser Kilbe einer betrunken heimzu wanderte, rief er dem Jammernden hinauf: „Du Narr, steck, wo zoga hast!" Im Augenblick stand in schneeweißer Gestalt der Geist vor ihm und dankte für die Erlösung. Er hatte in seinem Leben Marksteine verrückt. Quelle: Im Sagenwald, Neue Sagen aus Vorarlberg, Richard Beitl, 1953, Nr. 381, S. 217 |