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Maria unter den vier Säulen

"Maria unter den vier Säulen" © Wolfgang Morscher
"Maria unter den vier Säulen", Pfarrkirche u. Basilika Mariae Empfängnis (Innsbruck)
Strahlenkranzmadonna (1. Hälfte 14. Jh.) unter Ziborium u. von vier
Marmorsäulen (Untersberg) umgeben, Vgl. DEHIO-Tirol, 1980, S. 87
© Wolfgang Morscher, 13. März 2005

So heißt das Muttergottesbild, welches auf dem Hochaltare der Pfarrkirche zu Wilten verehrt wird. Den Ursprung desselben rückt die fromme Sage bis in die Zeiten des römischen Kaisers Mark Aurel hinauf. Damals hatte die sogenannte donnernde Legion (Legio X fulminatrix) in Wilten ihr Standquartier. Als sie um's Jahr 137 nach Christi Geburt weiter zog, vergruben die christlichen Soldaten besagtes Bild in der Au bei Wilten unter vier Bäumen. Später wurde es von einem frommen Bauer, Namens Lorenz, wieder gefunden und alsbald hoch verehrt. (Innthal.)

Mosaik © Wolfgang Morscher
Mosaik an der Apsisaußenwand
Inschrift "Unsere liebe Frau unter den 4 Säulen"
© Wolfgang Morscher, 13. März 2005

Informationstafel © Wolfgang Morscher
Informationstafel der Stadt Innsbruck
"Basilika zu Unserer Lieben Frau
"Unter den vier Säulen"

Der Bau der heutigen Rokoko-Kirche datiert von 1751/55
und ist das bedeutendste Werk des Tiroler Priesters
und Architekten Franz den Paula Penz.
Die Deckengemälde im Inneren (1754) stammen vom
berühmten Augsburger Meister Matthäus Günther.

Das Gnadenbild Mariens "unter den vier Säulen"
verlieh dieser Kirche und ihren Bauvorgängern seit dem
Mittelalter den Ruf einer noch heute gerne aufgesuchten
Wallfahrtsstätte. Als älteste Pfarre der Gegend war Wilten
somit auch die Mutterpfarre der Stadt Innsbruck.

Papst Pius XII. erhob die Kirche 1957
in den Rang einer "Basilica minor"."

© Wolfgang Morscher, 13. März 2005

 

Quelle: Sagen aus Tirol, Gesammelt und herausgegeben von Ignaz V. Zingerle, Innsbruck 1891, Nr. 902, Seite 522f.