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Maria unter den vier Säulen
So heißt das Muttergottesbild, welches auf dem Hochaltare der Pfarrkirche
zu Wilten verehrt wird. Den Ursprung desselben rückt die fromme Sage
bis in die Zeiten des römischen Kaisers Mark Aurel hinauf. Damals
hatte die sogenannte donnernde Legion (Legio X fulminatrix) in Wilten
ihr Standquartier. Als sie um's Jahr 137 nach Christi Geburt weiter zog,
vergruben die christlichen Soldaten besagtes Bild in der Au bei Wilten
unter vier Bäumen. Später wurde es von einem frommen Bauer,
Namens Lorenz, wieder gefunden und alsbald hoch verehrt. (Innthal.)
Der Bau der heutigen Rokoko-Kirche datiert
von 1751/55 Das Gnadenbild Mariens "unter den
vier Säulen" Papst Pius XII. erhob die Kirche 1957
Quelle: Sagen aus Tirol, Gesammelt und herausgegeben von Ignaz V. Zingerle, Innsbruck 1891, Nr. 902, Seite 522f. |