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Die belohnte Amme Zu einer Magd, die auf dem Felde arbeitet, kam ein wilder Mann und bat sie, mit ihm zu gehen. Sie sollte der Fraue, deren Zeit Nahe sein, warten. Da der Wilde so dringend bat, folgte ihm die Dirne in den Wald, wo sie das wilde Weib mit einem Kinde fand. Sie pflegte nun die Wöchnerin mit großem Fleiße und erhoffte einen guten Lohn. Als die Zeit um war, dankte die wilde Frau und gab der Magd Zwirn, Leinwand und Wolle, mit den Worten:
Der wilde Mann kam nun auch herbei und sprach:
und er reichte ihr drei Steinkugeln und Kohlen. Die Dirne dachte, das ist ein schöner Lohn, und verabschiedete sich. Als sie im Freien war, warf sie Kugeln und Kohlen weg, nur von den letzeren nahm sie mit. Sie eielte heim und zeigte ihren Leuten Zwirn, Leinwand und Wolle, endlich zog sie auch die Kohle aus ihrem Sacke hervor. Wie staunten sie aber alle, als es ein reine Goldklumpen war. Alsogleich lief sie zurück und sucht die weggeworfenen Kohlen und Kugeln, - allein jedes Suchen war vergebens. Die Magd konnte aber dessenungeachtet dem Himmel und den wilden Leuten danken, denn sie hatte immer Leinwand, Zwirn und Wolle in Menge. (Grins. Prof. Grißemann.)
Quelle: Sagen, Märchen und Gebräuche aus Tirol, Gesammelt und herausgegeben von Ignaz Vinzenz Zingerle, Innsbruck 1891, Nr. 197, Seite 122. |