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Das Silberbründl.

Anders erzählt die Sage, wie es zum Aufschlagen des Silberbründls kam. Am Wege, den die Knappen benützten, wenn sie zur Arbeit gingen, soll sich ein Wässerlein befunden haben. Ein Knappe fing es mit seiner Bergmannslappe auf. Das Wasser floß aber hindurch und am Grund soll ein Schlamm zurückgeblieben sein, der sich als Silber entpuppte. Der hier aufgeschlagene Stollen soll deshalb "Silberbründl" genannt worden sein.

Quelle: Schwazer Bergwerkssagen, mitgeteilt von Alois Prantauer, in: Tiroler Heimatblätter, 9. Jahrgang, 1931, Heft 2, Februar 1931, S. 62.

Anmerkung: Vgl. dazu den Beleg aus der Schwazer Bergchronik [Heilfurth, 1967, S. 307]:

"Anno 1426. Dwrch ayn wassr Qüell, so sylbr Schlammb füerret undt darherob der sylbr Prunn benennet wyrdt, hat man ayn arzt Grübm entdeckhet. Dyselle sych glaych von anfangh ergypych erwaysset undt man di 'alt Zöchn' benennet. Awch sayn allda mer alt arzt Grüebm vyll ender in ghang alls der Valchstayn, und vor yme awfftan, daz yar man nyt khennet!"
= Isser / Schwazer Bergchronik, S. 140.