WIE DIE GENAUE GRENZE VOM WEERER UND WEERBERGER WALD ENTSTAND - WEERBERG

Im Weerer und Weerberger Wald (Hochwald) hatten die Bauern arge Grenzstreitigkeiten. Sie lebten ständig im Unfrieden. Jeder meinte, zu wenig Wald zu besitzen. Mun mußte eine aufgestellte Kommission entscheiden. Als diese erschien, entstand ein heftiger Sturmwind, der von der "Zaller Holzriese" (d. i. der Name eines Berges) herunter kam. Auf dem Wege daher kam eine glühende Sau, die nur bis zur Zallerriese ging und dort stehen blieb. Nun erkannte man, daß dort die richtige Weerer Grenze sei, und sobald sich alle Bauern geeinigt hatten, verschwand auch die Sau. Alle Bauern fügten sich und der Streit hörte auf. Seit diesem Tage an heißt der Weg "Saugrasweg" und jeder weiß, wo er ist.


Tiroler Heimatblätter, Heft 3/4, 1935, Seite 151