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DIE WILDEN FRÄULEIN IN SÖLDEN Auch in Sölden gibt es zahlreiche Plätze, wo sich in alten Zeiten wilde Fräulein aufgehalten haben. Im Windach, wo der „Freilaskofl" davon seinen Namen hat, auf dem Leiterberge, auf Hamrach und im Gamizlöck hausten sie. Alte Leute wollen noch gesehen haben, wie die schönen Bergfräulein auf den großen Steinen saßen und die Haare kämmten und ihre blendend weiße Wäsche trockneten. So mancher Jäger hatte das Glück, diese herrlichen Berggeister zu schauen. Doch mit dem Jagdglück war es an solchen Tagen vorbei, denn die Gemsen waren die Haustiere der wilden Fräulein, diese aber deren Beschützer. Die meisten Jäger kehrten, wenn sie einmal so ein wildes Fräulein gesehen hatten, sofort um, weil die Jagd für diesen Tag doch aussichtslos war. Falkner, Christian, Sagen aus dem Ötztal, in: Ötztaler Buch (= Schlern-Schriften 229), Innsbruck 1963, S. 132
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