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Die Teufelsmühle Eine der schönsten Wanderungen auf dem Mittelgebirge südlich von Innsbruck führt über den Tummelplatz nach Aldrans und, vorbei am Herzsee, durch ein schattendunkles Tälchen nach Judenstein. In der Tiefe dieses Tales stand bis in die jüngste Zeit die Ruine einer verfallenen Mühle, an deren Wand ein Teufelsbild aufgezeichnet war.
Herzsee, Tirol Diese Mühle hat einmal ein Aldranser Bauer errichten wollen, und zwar, da ihm das Geld fehlte, mit Hilfe des Teufels. Der Böse erklärte sich bereit, die Mühle in einer einzigen Nacht bis zum ersten Hahnenschrei fertigzustellen, dafür müsse die Seele des Bauern ihm gehören. Flugs machte sich der Satan ans Werk und erbaute in wenigen Stunden die ganze Mühle, es fehlte nur noch der große Mühlstein. Schon nahte das Morgengrauen, daher mußte sich der Teufel, der den Mühlstein aus dem Inntal heraufschleppte, beeilen. Als der Bocksfuß am Herzsee vorüberkeuchte, hörte man von den Wiesenhöfen herüber das erste "Kikeriki!" Das Spiel des Satans war verloren.
Teufelsmühle Voll ohnmächtiger Wut schleuderte der geprellte Teufel den Mühlstein ins Tal, wo er in tausend Trümmer zerschellte. Der Bauer aber lachte sich ins Fäustchen und nannte seinen Besitz zu Ehren des höllischen Baumeisters die "Teufelsmühle".
Teufelsmühle Quelle: Die schönsten Tiroler Sagen, Karl Paulin, Innsbruck 1972
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