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Stein des Gehorsams Vers. I. Die mündliche und schriftliche Überlieferung berichtet nämlich Folgendes: Wenige Monate nach der Grundsteinlegung - am Jakobiabend des Jahres 1620 waren zwei Arbeiter aus dem Volderwalde, wegen ihrer Stärke allgemein die Riesen genannt, mit Sprengung der Steine zum Bau des Gotteshauses beschäftigt. Ein großes Felsenstück trennte sich plötzlich los, und rollte schnellen Laufes von der Anhöhe auf die Landstraße hinab, auf welcher sich gerade fünf Personen mit Pferd und Wagen befanden. Bei der Unmöglichkeit sofort zu entfliehen schien die Lebensgefahr für die Bedrohten unabwendbar. In diesem Augenblick rief einer der Anwesenden (man glaubt, es sei Guarinoni selbst gewesen) dem Steine die Worte zu:
und siehe! mitten im Laufe machte der Stein Halt, und blieb wie festgewurzelt am Rande des Hügels aufrecht stehen, bis die Leute auf der Landtraße Zeit gefunden hatten, sich zu retten. Nachdem dies geschehen war, schrie ein Arbeiter:
worauf der Stein die unterbrochene Bewegung fortsetzte, und endlich an derselben Stelle, wo er jetzt eingemauert zu sehen ist, liegen blieb.
Quelle:Ludwig Rapp, Hippolytus Guarinoni, Stiftsarzt in Hall, 1903, 6. |