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Hippolytus Guarinoni - Numinos und Numerus "Gegen den gottseligen Petrus Canisius aus der Gesellschaft Jesu hegte er [Guarinoni] eine solche Verehrung, daß er jedesmal, wenn er Pestkranke besuchen mußte, ein Stück vom Gewande desselben auf der Brust bei sich trug, und die Bewahrung seiner Gesundheit mitten unter ansteckenden Krankheiten diesen Reliquien zuschrieb. In seinem Siegelringe hatte er das Bildnis des Erlösers - aus einem Achatsteine geschnitten und in Gold eingefaßt - zum beständigen Gegenstand seiner Betrachtung." (Rapp, S. 39)
Bemerkenswert ist im Leben Guarinonis die "Dreizahl", im christlichen Sinne die Heilige Dreifaltigkeit. So ist die Wallfahrtskirche in Volders der Heiligsten Dreifaltigkeit, sowie den Heiligen Karl Borromäus, Franziska Romana und Ignatius geweiht. Die für eine Wallfahrtskirche typische Form eines Zentralbaues, erweitert er durch den Anbau von drei Kapellen, je eine für die genannten Heiligen. Selbst der Glockenturm zeichnet sich durch die Dreizahl aus, er besticht durch seine drei halbkreisförmigen Auswuchtungen. Und nicht zuletzt ist die Westfassade nach der Dreizahl gegliedert. (Vgl. Wahler, S. 11ff)
Bei Rapp werden drei Gotteshäuser angeführt,
die von Guarinoni erbaut wurden. Die oben genannte Karlskirche in Volders,
die Kapelle Kosmas und Damian (1627) im Voldertale und die ehemalige Wallfahrts-Kirche
des sel. Andreas von Rinn und Unschuldige Kinder. (Vgl. Rapp, S. 31) Seine Frau Charitas gebar, so seltsam es auch klingen mag, Drillinge. Sie verstarben gleich nach der Geburt und trugen alle den Namen Christina. Begraben wurden sie auf dem Georgenberg in dem Dreifaltigkeitskirchlein. Auf dem Grabstein der drei Schwestern ist zu lesen:
Guarinoni verstarb am 31. Mai 1654, am Fest der Heiligsten
Dreifaltigkeit. (Rapp, S. 9; Wahler, S. 13) Quelle: *) Ludwig Rapp, Hippolytus Guarinoni, Stiftsarzt
in Hall, 1903 |