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Vogelfängerlied aus Innsbruck Die Bewohner von Hötting und St. Nikolaus waren
seit alten Zeiten als Vogelfänger berühmt und sie machten früher,
als dieser Sport noch nicht verboten war, ein förmliches Gewerbe
daraus. Ein eigenes Lied, das als ihr Bundesgesang betrachtet werden muß,
sei hier angeführt, weil es eine Charakteristik der Gesamtbewohnerschaft
bildet und vom kulturhistorischen Standpunkte aus höchst interessant
ist: Alli Buab'n, alli au und außer aus die Bötter Refrain:
Ziwui, Ziwui, Ziwui, Ziwui, Und alle Buab'n, alle au und außer wia die Gschbenster, Refrain: Allo, Longer, mach ddi au mit deini starren Haxxen, Refrain: Jetzt, glabi, sein mir all beinad bis afn Joßl Bliind, Refrain: Jetzt, glavi, sein mir all beinand bis afn Stertzn Mauser, Refrain: Buab'n, heint müaßen mir aui giahn nisn Rastlbodn, Refrain: Und olli, Buab'n, frisch durchau gegn an Brandlschrofn, Refrain: Teuxl, Buab'n, heunt isch kalt, i mach heunt gor ka Pratzl, Refrain: Buab'n, steckts den Garggn au und a di Gipfeltuatn, Refrain: Und wennnur koaner hängen tat, von Herzen tat i lochn, Refrain: Losts (hört), was der olti Grießer sogt, miar
solltn hoamgiahn Öss'n, Refrain: Buab'n iatz pack' miar zama (zusamm), es scheint scho
stark di Sunnen, Refrain: Buab'n, packts di Locker glei alli unterr d'Arm, Refrain: Der alte Toßl isch vorunna bei der großen
Birchen, Refrain: I glab, as Dutzend zwanzig Nötsch (Kreuzer), dös
können miar köck verlongen, Refrain: Wenn inSuntig a Wötter isch, dann tiats enk zeitig
richten, Refrain: Quelle: Das Mittelgebirge der nördlichen Kalkalpen, Kette Innsbrucks und Maria-Brunn vormals "Hungerburg", Innsbruck 1908, S. 28 ff |