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Schatz zu Büchsenhausen

Im Innsbruck ganz nahen Schlosse Büchsenhausen ruht ein Schatz von schweren Thalern. Vor 140 Jahren blühte er ganz feurig unter einem Baume. Die Sache kam aus, wurde überall besprochen und reizte die Habgier der Schatzgräber. Selbst de Sohn eines vornehmen Besitzers, ein Student, und ein Studiengenosse desselben, gruben zur Nachtzeit fleißig nach, entblößten die Obstbäumewurzeln, daß die Bäume in Gefahr kamen, abzusterben, und es mußten förmlich Wachen gegen die unberufenen Schatzgräber ausgestellt werden, die planlos bald an diesem, bald an jenem Baume suchten.


Quelle: Mythen und Sagen Tirols, gesammelt und herausgegeben von Johann Nepomuk Ritter von Alpenburg, Zürich 1857, S. 331, Nr. 13