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Der heilige Kreuzpartikel Nahe bei Tarrenz liegen die düsteren Trümmer des Schlosses und warf den Span vom heiligen Kreuze aus dem Fenster hinab in den Wallgraben. Welche Strafe für diese Missetat den Starkenberger ereilte, verkündigt die Sage nicht, jedenfalls wird sie empfindlich genug gewesen sein. Aber der Kreuzpartikel im Wallgraben unter Dornen und Disteln leuchtete jeden Abend und die Nacht hindurch so hell wie der Morgenstern; das gewahrte ein alter Diener, stieg mit Gefahr seines Lebens in den Graben und erhob die werte Reliquie. Er verehrte dieselbe in die Kirche zu Tarrenz, und noch heute wird dieser, dem Hochaltar dieser Kirche einverleibte, merkwürdige, große Kreuzpartikel allgemein verehrt und bewundert. Quelle: Deutsche Alpensagen. Gesammelt und herausgegeben
von Johann Nepomuk Ritter von Alpenburg, Wien 1861, Nr. 181. |