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Der arme Teufel Auch für den Teufel hat es einmal bessere Zeiten gegeben, als es ihm nämlich noch gestattet war, leibhaftig in den Kirchen sich blicken zu lassen. Freilich war er da nicht freizügig, denn die Betstühle waren ihm verboten, und er durfte nur auf den Pfeilern oder Fensterbogen sitzen und von da ans die Leute beobachten. Einmal kam er zum Hochamt in die Kirche und schleppte eine großmächtige
Ochsenhaut hinter sich her, auf der er die Namen aller verzeichnen wollte,
die in der Kirche schwatzen. Weil aber in der großen Menge von Andächtigen,
die hier versammelt waren, erklecklich viele schwatzten, stand die Ochsenhaut
bald voller Namen, und doch waren viele noch nicht drauf, die doch in
einemfort [in einem fort] redeten, Siehe auch Wer
nicht betet, den schreibt der Teufel auf (Alpbachtal) Quelle: Volkssagen, Bräuche
und Meinungen aus Tirol, gesammelt und herausgegeben von Johann Adolf
Heyl, Brixen 1897, |