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Vor dem Bundesschießen in Innsbruck im Jahre 1885 übte sich ein Lechthaler auf der Wiese und erschoss dabei seinen Knaben, der ihm Zieler machte. Der Bauer dachte sich beim Losdrücken: Das wird ein guter Schuss, mitten ins Schwarze. In dem Augenblick, als dieses Unglück geschah, sah eine Verwandte, welche in der Küche hantierte, Blutstropfen auf die Herdspäne fallen.

Schiesstand am Berg Isel, Innsbruck, © Wolfgang Morscher

Schiesstand am Berg Isel
© Wolfgang Morscher

Quelle: Volkssagen, Bräuche und Meinungen aus Tirol, gesammelt und herausgegeben von Johann Adolf Heyl, Brixen 1897, Nr. I /14, Seite 18