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DAS BIENERWEIBELE

Schloss Büchsenhausen, Innsbruck © Berit Mrugalska

Schloss Büchsenhausen, Innsbruck
© Berit Mrugalska, März 2004

Im Schloß Büchsenhausen geistert das Bienerweibele, das sich, nachdem ihr Gemahl hingerichtet worden war, in den Fallbach stürzte. Wenn sie erscheint, stirbt eines aus der Familie. Eine Frau lag in der Johannisnacht schwerkrank im Bette. Um Johannis feiert man ein grßes Fest in Büchsenhausen. Da öffnete sich die Thür, und in schwarzem Gewand mit weißem Häubchen trat die Bienerin herein. Auch die Wärterin sah's. Da richtete die Kranke ihre Augen auf die Gestalt und sprach: "Noch ist das Fest nicht vorüber, noch ist meine Stunde nicht gekommen." Als die Feier vorüber war, verschied die Frau.


Quelle: Volkssagen, Bräuche und Meinungen aus Tirol, gesammelt und herausgegeben von Johann Adolf Heyl, Brixen 1897, Nr. II / 33, Seite 72