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Die Karter vom Schiedhof Nahe dem Joch, das in den Pinzgau hinüberführt, liegt eine schöne Alm, "Schiedhof" genannt. Dort waren einmal drei junge Burschen in Dienst. Die Arbeit ging ihnen leicht von der Hand, und daneben hatten sie allerlei Dummheiten im Kopf. Einmal saßen sie bis spät in die Nacht beim Kartenspiel und ließen dabei die Schnapsflasche fleißig in der Runde kreisen. Plötzlich schrie einer:
Im selben Augenblick war ein Sturm in der Luft, und gleich darauf fuhr der Leibhaftige durch den Kamin und warf einen Sack voll Geld in die Stube.
Da wurden die drei Almer freilich ziemlich stad. Am liebsten hätten sie den Besucher draußen gehabt. Da war aber nichts mehr zu machen, sie mussten spielen. Der zuerst am lautesten gewesen war, hatte jetzt am meisten Angst, dass er das Spiel verlieren könnte. Da kam einem der Almer der rettende Gedanke.
Dem Teufel war es recht. Er streckte sich auf dem Hüttenboden aus
und ließ bald ein lautes Schnarchen hören. Da sprang der gewitzte
Bursche nach Gerlos hinaus und holte den Pfarrer. Als der in die Hütte
trat, gab es dem Teufel einen Riss. Der Geistliche streckte ihm das geweihte
Kreuz entgegen, und schon floh der Schwarze zum Kamin hinaus. Den Sack
hatte er zurückgelassen. Als der Pfarrer ihn öffnete, war nichts
als Mist drin. Da verbrannten die Almer die Karten und ließen den
Teufel künftig in der Hölle. Quelle: Hifalan & Hafalan, Sagen aus dem Zillertal, Erich Hupfauf, Hall in Tirol, 2000, S. 66f. |