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Verschiedene Schätze

Auf einem Felde bei Scharnitz hörten einmal die Leute beim Ackern in der Erde ein lautes Klingen und Klirren, als ob viele hundert Goldmünzen durcheinandergeworfen würden. Es muß demnach dort ein großer Schatz verborgen liegen. Man konnte ihn aber trotz aller Mühe nicht ergründen.

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Bei Scharnitz liegt nahe der Landesgrenze schon weiß Gott wie lange ein Schatz verborgen, der zuweilen als Flamme blüht.

Ein Weib, das einmal noch spät in der Nacht von Mittewald nach Scharnitz gieng, sah das Feuer, um welches mehrere Männer saßen, mit spitzigen, breitkrempigen Hüten auf dem Kopfe. Es waren dies die Schatzhüter, und das Weib wäre, wenn es die Gnade gehabt hätte, in den Besitz des ganzen Schatzes gekommen.

Quelle: Sagen aus Innsbruck's Umgebung, mit besonderer Berücksichtigung des Zillerthales. Gesammelt und herausgegeben von Adolf Ferdinand Dörler, Innsbruck 1895, Nr. 58/1 und 58/9.