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Wie das Rosental zu seinem Namen kam

Woher der Name Rosental seinen Ursprung hat, konnte bisher nicht ermittelt werden. Um diesen schönen Ortsnamen ranken sich mehrere Sagen. Eine Sage erzählt, dass vor vielen Jahren an der Stelle, wo später der Pfarrhof errichtet wurde, ein nettes Holzhaus gestanden haben soll.

Die Besitzerin dieses Hauses hieß Rosa und erfreute sich wegen ihres gutherzigen Wesens großer Beliebtheit. Die fromme Rosa verfügt in ihrem Testament, dass das Holzhaus nach ihrem Tode Eigentum der Kirche werden solle, was auch geschah. Zum Dank für ihre guten Taten nannte man das Tal in dem sie gewohnt hatte, "Rosantal". Erst in späterer Zeit wurde aus "Rosatal" der heutiger Name "Rosental".

Alte Sagen berichten von einem stattlichen Schloss am Greinerkogl. Diese mündlichen Überlieferungen dürfen mit dem Rittergeschlecht der Hagegker in Bezug zu setzen sein. Die Hagegker besaßen Ende des 13. Jahrhunderts Burgstellen auf dem Rosenberg bei Greith und über Tagensdorf am Greinerkogel. Der Sage nach soll der Schlossherr am Greinerkogel ein gar strenger Richter gewesen sein, der auch Gefangene in seinem Schlosse verwahrt hielt. Seine mildtätige Tochter hingegen brachte den Gefangenen des öfteren heimlich Speis und Trank ins Gefängnis. Eines Tages aber ertappte der Schlossherr das Mädchen bei ihrem Vorhaben. Auf die Frage des Vaters nach dem Inhalt ihrer Schürze antwortete das Schlossfräulein: "Rosen hab ich drinnen". Als der Schlossherr in die Schürtze blickte, waren es tatsächlich lauter schöne Rosen. Diesem Wunder gibt die Sage die Begründung für den Namen "Rosental".

Quelle: Aus der Geschichte von St. Stefan im Rosental, Peter Dieregger, Emailzusendung vom 26. April