SAGEN.at >> Traditionelle Sagen >> Österreich >> Steiermark >> Burgsagen aus Steiermark, Romuald Pramberger, Seckau 1937 |
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Der arme Musikant. Unweit vom Puxerloch hatte, als die Burg schon Ruine war, ein Bauer des Puxberges eine Almhütte, bei der es allnächtlich geisterte, weshalb auch keine Bettlerin dort blieb. Es war aber bei dem Bauern auch ein armer Knecht, der zugleich auch Musikant war, ein heiteres Gemüt. Der sagte zum Bauern, er wolle dem Geisterspuk beim Puxerloch auf die Spur kommen, wenn er ihm eine Kuh dafür verspreche. Der Bauer willigte ein. Und so saß am späten Abend der Knecht vor der Almhütte und pfiff seine Schwegelpfeife und zwar das Lied:
Und dabei begann er zu tanzen und pfiff und sang in einem fort, es kicherte und lachte und zupfte, ohne daß er etwas sah. Plötzlich aber kam ein abscheulicher Kobold und brachte dem Musikanten ein unappetitliches Getränk und sprach, er solle es auf seine Gesellschaft zum Wohle leeren. Quelle: Burgsagen aus Steiermark, P. Romuald Pramberger, Seckau 1937, S. 60. |