SAGEN.at >> Traditionelle Sagen >> Österreich >> Steiermark >> Burgsagen aus Steiermark, Romuald Pramberger, Seckau 1937 |
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Der sichere Schütz auf Eppenstein. Im Jahre 1481 ward die Burgveste Eppenstein von den Ungarn belagert. Eines Tages kam der Anführer der Feinde mit mehreren höheren Kriegern an der westlichen Seite der Burg heran, um eine Stelle ausfindig zu machen, an der mit Erfolg ein Angriff ausgeführt werden konnte. Die wachsamen Burgleute bemerkten aber sogleich die Feinde, und der Burgherr begab sich sofort auf die Zinne des Schlosses, um die Feinde zu beobachten und nötigenfalls die entsprechenden Anstalten zur Abwehr des Angriffes zu treffen. Nahe an der Burg hielt der kleine feindliche Trupp an und ihr Anführer zeigte mit seinem Arm an eine für einen Angriff günstige Stelle. "Jörg," sprach da der Burgherr zu seinem neben ihm stehenden Leibknappen, der weit und breit als tüchtiger Schütz bekannt war, "könntest du dem frechen Fremdlinge da drunten nicht ein Denkzettel auf seine Hand geben?" Quelle: Burgsagen aus Steiermark, P. Romuald Pramberger, Seckau 1937, S. 82. |