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BIERBAUM, Die tausendjährige Eiche

Tausenjährige Eiche, Bierbaum an der Safen, Steiermark © Harald Hartmann

Bierbaum an der Safen, Die tausendjährige Eiche
© Harald Hartmann, Mai 2005

Es war die Zeit Karls des Grossen. Die Magyaren machten ihm den Südost-Rand seines Reiches wieder streitig, da keimte dort im unbenannten Hügelland südlich derAlpen irgendwo eine Eichel. Sie wuchs und gedieh zu einem stattlichen Baum. Etwa zweihundert Jahre war sie alt, als dieses Gebiet noch umkämpft von durchziehenden Völkern den Namen Ostaricci bekam. Langsam wurde das Land urbar gemacht und der Wald gerodet. Die Alte Eiche stand immer noch da.

Tausenjährige Eiche, Bierbaum an der Safen, Steiermark © Harald Hartmann

Bierbaum an der Safen, Die tausendjährige Eiche
© Harald Hartmann, Mai 2005

Sie war schon fast vierhundert Jahre alt als Friedrich Barbarossa das Land, das sie umgab zum Herzogtum erhob.

Als Columbus (aber was ging das die Alte Eiche an) Amerika entdeckte, waren schon an die siebenhundert Jahre vergangen. Einige Jahre später verwüsteten Türkenhorden das Land um den Baum. Die Alte Eiche stand immer noch da.

Tausenjährige Eiche, Bierbaum an der Safen, Steiermark © Harald Hartmann

Bierbaum an der Safen, Die tausendjährige Eiche
© Harald Hartmann, Mai 2005

Was hat der Baum nicht alles überlebt. Napoleonische Truppen als er an die 1000 wurde und 150 Jahre später zwei verheerende Kriege. Und die Alte Eiche stand immer noch da.

Viele Generationen von Kindern spielten glücklich in ihrem Schatten, wurden älter, feierten Feste und vergingen. Und die Alte Eiche steht immer noch da...

Diese Geschichte ist nicht etwa erfunden. Diese Eiche gibt es wirklich. Es ist die älteste Eiche Europas und steht in der Steiermark in Bierbaum, nördlich von Fürstenfeld mit einem Umfang von 8,75m und etwa 1200 Jahre alt, wie Dendrologen schätzen.

Tausenjährige Eiche, Bierbaum an der Safen, Steiermark © Harald Hartmann

Bierbaum an der Safen, Die tausendjährige Eiche
© Harald Hartmann, Mai 2005

Quelle: Text und Fotos, Email-Zusendung Harald Hartmann, 1. Juni 2005