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5.14 Der heilige Name am Rötelstein

Der Rötelstein, dessen rote, eisenhaltige Schichten weithin sichtbar sind, birgt nach alter Überlieferung auch Gold und Silber. Vor langer Zeit rann Gold aus einer Quelle des Berges. Die Wälischen verbannten jedoch den Schatz, und niemand konnte die Goldquelle mehr finden. Einmal jedoch wollte ein armer Bauer den Schatz suchen. Da erhob sich ein gewaltiges Gewitter mit dichtem Nebel, so dass sich der Bauer nicht mehr auskannte, als ob er auf eine „Irrwurzen“ getreten wäre. In seiner Not schnitt er den heiligen Namen in den Rasen und verfiel gleich darauf in tiefen Schlaf. Als er aufwachte, war klarer Himmel und die Sonne beschien den heiligen Namen.

Quelle: Sagenhaftes Hinterbergertal, Sagen und Legenden aus Bad Mitterndorf, Pichl-Kainisch und Tauplitz vom Ende der Eiszeit bis zum Eisenbahnbau, Matthias Neitsch. Erarbeitet im Rahmen des Leader+ Projektes „KultiNat“ 2005 – 2007.
© Matthias Neitsch