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5. Sagen aus Ligist und Umgebung.

Beim „Roten Kreuz“.

An einem Spätherbsttag — zur Dämmerstunde — trieb ein armes Hirtenbüblein seine Schafherde beim Roten Kreuz vorbei. Plötzlich war der Bub von drei zottigen Teufeln umgeben, die mit fürchterlichen Grimassen einen Reigentanz aufführten. In seiner Angst machte der Halter schnell drei Kreuzzeichen, und im nächsten Augenblick waren die drei grauslichen Teufel mit schrecklichem Geheul und unterlassenem Schwefelgestank in den Lüften verschwunden. Das Büblein ging nie mehr zur Dämmerstunde am Roten Kreuz vorbei.

Quelle: Was die Heimat erzählt, Die Weststeiermark, Das Kainach-, Sulm- und Laßnitztal. Herausgegeben von Franz Brauner. Steirische Heimathefte. Graz 1953.
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