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DER TEUFEL LOCKT DEN SCHLOSSBAUERN

Der alte Schloßbauer vom Adneter Riedl wanderte einstmals aus dem Gasthaus heimwärts. Als er den Strubberg erreicht hatte, stand dort oben eine hübsche Frauensperson, in der der Schloßbauer die Kellnerin von dem Wirtshaus zu erkennen glaubte, aus dem er eben gekommen war.

Sie winkte ihm wiederholt zu und forderte ihn sichtlich auf, mit ihr zu kommen.

Der neugierige Alte tat ein paar Schritte, und im nächsten Augenblick stürzte er auch schon über die steile Felswand in die Tiefe. Zerschmettert blieb er im Bachbett liegen.

Diese Unglücksstelle war bis zum letzten Straßenbau noch immer durch einen steinernen Bildstock bezeichnet.

Quelle: Josef Brettenthaler, Das große Salzburger Sagenbuch, Krispl 1994, S. 108