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Weitmoser muß umgehen

In den Felsenschrofen des Gamskarkogels wurde wiederholt ein alter Gernsbock mit mächtigem Bart gesehen, der, sooft ihn ein Jäger aufs Korn nahm, rasch die Gestalt eines gut bekannten Gasteiners annahm und so dem Tode entrann. Dieser Gemsbock soll nun ein Weitmoser gewesen sein, der, in diese Gestalt verzaubert, ruhelos in den Felsenklüften herumstreifen und nach den versiegten Goldlagern suchen mußte. Ruhe sollte ihm erst werden, wenn er diese gefunden habe.

Quelle: Karl D. Wagner, Gasteiner Sagen, Bad Gastein 1926, S. 109, zit. nach Leander Petzold, Sagen aus Salzburg, München 1993, S. 207.