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Der Lindwurm in Gastein

Im Jahre 1403 entstand durch einen großen Wolkenbruch auf der Kötschachalm ein See, aus welchem ein riesiger Lindwurm bis gegen Hundsdorf getragen wurde. Als das Wasser sich verlaufen hatte, blieb das Ungetüm auf einem Felde unterhalb Hundsdorfs liegen und verendete. Das Aas schleppte man seines pestilenzartigen Gestankes wegen auf das Hochwasser, um es wegzuschwemmen. Das Feld aber, auf welchem der Lindwurm liegengeblieben, heißt bis auf den heutigen Tag das Wurmfeld.

Quelle: R. von Freisauff, Salzburger Volkssagen, Bd. 1, Wien/Pest/Leipzig 1880, S. 356, zit. nach Leander Petzold, Sagen aus Salzburg, München 1993, S. 246.