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Wie der "Hütteltaler" zu seinem Namen kam
Vor langer, langer Zeit lebte auf der Seebachalm ein Schafhirte, ein treuer und besonders kluger Hund war sein Helfer. Wenn der Hirte einen Stein auf den Boden warf, legte sich der Hund gehorsam daneben. Erst wenn sein Herr pfiff, stand der Hund wieder auf und kam zum ihm. Als im Herbst die Schafherde zu Tal getrieben wurde, lief der Hund laut
bellend zwischen die Tiere, sodass sie erschreckt auseinander stoben.
Die Almleute mussten die Schafe immer wieder zusammentreiben und der Almabtrieb
verzögerte sich. Um nun endlich vorwärts zu kommen, warf der
Hirte einen Stein auf den Boden. Folgsam legte sich der Hund daneben. Im nächsten Frühjahr zog der Hirte mit seinen Schafen wieder
zum Seebachsee hinauf. Er traute seinen Augen nicht: Da lag doch sein
Hund auf der gleichen Stelle, an der er ihn im Herbst verlassen hatte!
Er pfiff, der Hund sprang auf und rannte knurrend auf seinen Herrn zu.
Ehe sich's der Mann versah, hatte ihn der Hund ins Bein gebissen. Dann
verschwand das unheimliche Tier laut bellend hinter dem Seebachsee.
Seit dieser Begebenheit bekam das kleine Seitental nördlich des Seebachsees
den Namen "Hintltål" (Hündeltal), der hohe Berg daneben
wurde "Hinteltåler" genannt. Und als die Gipfelnamen auch
in die Landkarten kamen, wurde daraus der Hütteltaler. Quelle: Helene Wallner, Sagensammlerin und -führerin, Emailzusendung vom 3. Mai 2005 |