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Der Glaserlgroschen

Gegenüber der Wand liegt auf der anderen Talseite das Gut Nößlach.

Dort auf der Hausbank stand immer ein irdener Krug, in dem jeden Tag in der Früh eine Münze lag, der "Glaserlgroschen". Der  Nößlachbauer nahm sie heraus und füllte das Gefäß mit Milch. Während der Nacht verschwand die, und am Morgen war wieder  der der Groschen im Krug.

Der Bauer wurde mit der Zeit aber  geizig und es reute ihn die Milch.  So füllte er eines Tages den Krug nicht mehr.

Das leere Gefäß wurde wie immer während der Nacht abgeholt. Aber am frühen Morgen hörte man zu von der Wand her rufen:  "Jetzt wollen wir meiden das grüne Gras, weil nur mehr herrschet Neid und Hass."  Von diesem Tag an wurden zu Nößlach keine Wildfrauen  mehr gesehen.


Quelle: Emailzusendung von Leni Wallner am 19. Februar 2007.