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DAS JOHANNESGEBET Am Johannestag (24. Juni) ging einst ein armes Schöffweib hinauf gegen Maria Bühel, einem ringsum bekannten Wallfahrtsort, der weit übers Land hinschaut. Beim sogenannten Kajetaneraltar sprach sie das uralte Johannesgebet "Um Rettung aus Geldnöten":
Vorne am Altar erblickte das Weib plötzlich ein kleines, rotes Männchen,
welches eifrig Geld zählte. Die Schiffersfrau wagte sich jedoch nicht
hinzu, weil auch eine reiche Bürgersfrau aus Laufen in der Kirche
anwesend war. Endlich verließ diese die Kirche, aber leider war
auch das rote Männlein spurlos verschwunden. Quelle: Josef Brettenthaler, Das große
Salzburger Sagenbuch, Krispl 1994, S. 77 |