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DER TEUFELSTHURM AM WIRBEL DER DONAU

Bevor Maria Theresia und Joseph II. von 1777 bis 1781 die Klippen am Strudel und Wirbel der Donau sprengen ließen, war die Fahrt an diesen zwey Plätzen besonders gefährlich. Sie wurde den Schiffern noch schauerlicher durch die Sage, welche Johann Aventin in seinen bair'schen Annalen. (5. Buch S.323) aus dieser Gegend erzählt. Als Kaiser Heinrich III., der Schwarze, zugenannt, 1045 von Regensburg mit vieler Mannschaft wider die Hungarn zu Felde zog, welche ihren König Peter vertrieben, und statt seiner den Aba gewählt hatten, ließ sich, nachdem der Kaiser glücklich über den Wirbel gekommen, rechts auf einem hohen Felsen ein Mohr sehen. Man baute hierauf auf diesem Felsen einen Thurm, und nannte ihn den Teufelsthurm, ein fürchterlicher Nahme gegen die Anfälle des Faustrechtes.


Quelle: Erzählungen und Volkssagen aus den Tagen der Vorzeit von dem Erzherzogthume ob der Enns, Ein Unterhaltungsbuch für Jedermann, Linz 1834, Faksimile Druck, Linz 1991, Seite 59