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DER VERGRABENE SCHATZ AM LIESINGBACH Ein Kalkbrenner zu Kaltenleutgeben, der durch unerlaubte Mittel viel Geld zusammengescharrt, vergrub diesen Schatz 1683 bei der Annäherung der Türken. Auf der Flucht wurde er jedoch niedergemacht. Bald bemerkte man gespenstischen Spuk an der Stelle des am Liesingerbache vergrabenen Schatzes. Eine stöhnende Gestalt wandelte händeringend herum, und ein Hund mit glühenden Augen bewachte zähnefletschend das ungerechte Gut. Erst nach Werken der Sühnung verlor sich das Gespenst und der schwarze Hund verschwand. Quelle: Carl Calliano, Niederösterreichischer Sagenschatz, Wien 1924, Band I, S. 38 Kommentar "Kalkherstellung im Kaltenleutgebenertal": Die Schäden, die Wiens Stadtbefestigung nach der ersten Türkenbelagerung erlitt, mussten schnellstens wieder ausgebessert werden. Das erforderte Weißkalk. Die Rohstoffe Kalkstein, Brennholt und Wasser zum Löschen des Kalkes waren im östlichen Wienerwald ausreichend vorhanden. So läßt der Kaiserhof ladinische und friulanische Kalkbrenner in das Tal der Dürren Liesing bringen. Der Kalkbrenner Martin da Valantin wird der Überliefering nach der erste Siedler im Dürrliesingtal. In einem privaten Gebäude, das in den Hang hineingebaut ist, und einst als Betriebsgebäude der Zementfabrik Kaltbrunn diente, fand der Besitzer bei Renovierungsarbeiten einen Kalkofen.
Kalkofen im Kaltenleutgebenertal
Kalkofen im Kaltenleutgebenertal
Kaltleutgeben, Totalansicht
Kaltleutgeben, Niederösterreich, Kaltbrunn
Zementterminal im Tal der Dürren Liesing Quelle: Marktgemeinde Kaltenleutgeben
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