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Die Sage vom Galgenkreuz Vor vielen Jahren fuhr ein reicher Kutscher, heute würde man wohl
sagen ein Fuhrwerksunternehmer, mit seinem Gespann nach Wien. Er nahm
eine Frau, die schwer zu tragen hatte ein Stück Weges mit. Wenig
später wurde die Frau in der Nähe des Weges tot aufgefunden.
Als der Kutscher wieder nach Klosterneuburg zurückkam, stellte man
ihn unter Arrest und obwohl er beteuerte, die Untat an der Frau nicht
begangen zu haben, wurde er zum Tod durch den Strick verurteilt.
Am Tag der Hinrichtung kam der Zug mit dem Kutscher auf
Armesünder-Wagen dorthin, wo auch der Weg von den Donauauen steil
und beschwerlich den Berg hinauf zu führen beginnt. Hier wurde kurz
gerastet. Ein Priester kam zum Kutscher und gab ihm Gelegenheit seine
Sünde zu bereuen. Der aber beteuerte laut weinend immer wieder seine
Unschuld.
Der Kutscher aber beteuerte weiter und noch lauter seine Unschuld. Da wurde es dem Henkersknecht zu bunt. Er hieb mit seinem Stock auf einen Stein und rief:
In dem Moment spaltete sich der Stein und es entsprang dort eine Quelle
mit klarem Wasser. Historischer Hintergrund:
Quelle: Emailzusendung vom 17. November 2004 von Harald Hartmann. |