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Der Wackelstein

Seitwärts der Straße von Amaliendorf nach Schrems liegt (derzeit - 1892 - mitten im Walde) ein viele Tonnen schwerer Steinblock auf einem niedrigeren derart auf, daß der Druck eines Finders gegen ihn genügt, das "Ungeheuer" in eine merkliche Bewegung zu bringen; deshalb heißt der Stein Wackelstein. - Der untere und der obere Stein sind, in sehr alten Zeiten, nebeneinander gelegen. Einmal kommt der Teufel daher, stolpert über den einen Block und schnellt ihn von ungefähr mit der Fußspitze auf den anderen, wo er liegen bleibt. Seither wackelt dieser, wie der Sagenmund meint.

Quelle: Kießling, Franz: Frau Saga im niederösterreichischen Waldviertel, (Bd. I-IX) 1924-1930. Bd. 3