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Heiligenblut Kundt und"offenbahr sey allermenikhlich Wie daß hochwürtige Sacrament und das Haillig Bluett hie bey den Gegenwertigen Gotteshauß erfunden worden is Es ist auf ein Zeit geschehen, dass ein Dieb zu Waytten ist ausgeritten
und hat im Hantschuoach geführt daß Haillig Sakrament, und
da er kommen ist an statt, da jetzt dass Haillig Bluett und dises gegenwertige
Gotteshauß und Kapelln ist, daß Roß stüll gestanden,
unsd hat nicht friherer wollen gehen und der Dieb ist gezürnt, und
hat das Roß im griemen fast angestochen zu bayden Saitten. Darweil
seint der Akhers
Heiligenblut, Niederösterreich Darnach ist eine Edle wohlgeborene Frau komen ghaißen
Schegckhin hat auch das Wunder wollen beschauen und sie schaut das Zeichen
von Gott sey geschehen und die Frau hat ihren Schaubhuett genommen und
den über das haillig Hochwürdig Sacrament gedekht und hat von
stundt an nach der würdigen Priessterschafft geschikht und Sie ist
so lange vor hailligen Sacrament knyet, biß daß die Priessterschafft
ist komen und habens da mit grosse Freude und Lobgesang erhebt daß
hochwürdig Sacrament und habens da in ein Monstransn getan und hernach
hat die die genannte Edle Frau Schegckhin die Capelln gebaud an der derselbigen
statt von Ihrem eigenen Guat zu Lob und Ehr dem hailligen Bluatt Daryber
ist zu erkennen wie der Allmechtig Gott sein göttliche Mächtigkeit
er zaigt hat, hie an der statt vill Wunder und Zaichen gethan und sich
von des Dieben Händen erledigt hat, darneben ist zu merkhen, wie der
Allmechtig Gott ihm die statt zu seinem Wissen und ainer Wohnung zugaignet
hat hiefür ewighlichen und er will hier allen denen, die Geschehen des aintausend vierhundert aifften Jahr
Kirche Heiligenblut, Niederösterreich Information: Heiligenblut NÖ Heiligenblut, Waldviertel, Niederösterreich Entstehungsgeschichte: Um das Jahr 1400 kam es häufig vor, dass in verschiedenen
Kirchen Österreichs heilige Hostien gestohlen wurden. Solch einen
Hostienraub beging ein Heide in der Pfarrkirche zu Weiten. Mit seinem
Pferd ritt er gegen Spitz an der Donau davon. Als das Pferd an die Stelle
kam, an der sich heute die Pfarrkirche von Heiligenblut befindet, blieb
es stehen und war nicht mehr zu bewegen, den Weg weiterzugehen. Der
Reiter schlug und spornte das arme Tier, doch war dies alles umsonst.
Bauersleute aus der Umgebung hatten den Vorfall bemerkt und eilten herbei,
um dem Mann zu helfen. Auch sie schlugen das Tier, als es mit gutem
Zureden nicht gehen wollte, aber es rührte sich nicht vom Fleck.
Da entfiel dem Heiden die heilige Hostie. Nun machte das Pferd einen
gewaltigen Sprung und ging mit seinem Reiter durch. Eine Frau fand die
Hostie, welche einen kleinen Riss zeigte, aus dem Blut floss. Bis zum
Eintreffen des Priesters von Weiten, kniete die Frau neben der Hostie
auf der Straße. Sie ließ zum Danke für das wunderbare
Zeichen eine Kapelle erbauen. Links zu Heiligenblut, Niederösterreich: Quelle: Email-Zusendung von Erwin Barth, 20. Juli 2002
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