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Die Schmiede von Hollenstein Ein "saliges Fräulein" ritt an einem taufrischen Morgen bei Hollenstein entlang der grünen Ybbs. Auf einmal löste sich ein Hufeisen vom Vorderfuß des Pferdes und flog in den Fluß. Verzagt schaute das salige Fräulein nach Hilfe aus. Zum Glück qualmte in nächster Nähe die Esse einer Hammerschmiede. Die holde Reiterin bat nun den Schmied um Hilfe, und dieser erfüllte mit flinken Hammerschlägen den Wunsch und verlangte nichts für seine Arbeit. Da schritt das Fräulein zur Esse, blies mit segnender Gebärde das Feuer hell an, grüßte mit dankendem Kopfnicken den Schmied und ritt mit lächelnder Miene davon. Quelle: Sagen aus
dem Mostviertel, gesammelt von der Lehrerarbeitsgemeinschaft des Bezirkes
Amstetten, Hrsg. Ferdinand Adl, Amstetten 1952, S. 48 |