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Wie die große Neuhofner Glocke entstanden ist Vor Jahrhunderten lebte in der Nähe von Neuhofen ein Glockengießer, der einen Lehrbuben hatte. Der Meister sollte für die Kirche von Neuhofen eine besonders große Glocke gießen. Alles war bereits zum Gusse fertig, das Metall brodelte schon. Da ging der Meister vor Beginn des Gusses noch schnell auf einen Trunk nach Neuhofen und ließ den Lehrling als Wächter zurück. Dieser stand nun sinnend vor dem Gußofen mit dem glühenden Metall. Den strengen Auftrag des Meisters ganz vergessend, berührte seine Hand den Gußzapfen, und ehe er es gedacht, rann die glühende Glockenspeise in die Form. Als er voll Angst gegen Neuhofen blickte, sah er schon seinen Meister daherstapfen. Der Lehrling erschrak fürchterlich und beschloß zu fliehen. Er holte schnell seine Sachen und machte sich aus dem Staube. Quelle: Sagen aus
dem Mostviertel, gesammelt von der Lehrerarbeitsgemeinschaft des Bezirkes
Amstetten, Hrsg. Ferdinand Adl, Amstetten 1952, S. 23 |