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Vom Bründl in Lottersberg Das friedliche Dorf
Lottersberg, auf sonniger Höhe, mitten im Dunkelsteinerwalde gelegen,
mit dem Ausblick auf den prangenden Jauerling, hat keinen brauchbaren
Brunnen. Die Bauern holen sich das Trinkwasser von einer frischen Quelle,
"dem Brünndl" im nahen Walde, das noch in meiner Knabenzeit
als Heilbrünndl galt. Die alte Glatzengroßmutter, die am Anfang
dieses Jahrhunderts (um 1900) in ihrem Ausgedingstüberl zu Lottersberg
verstorben ist, hat mir folgendes Geschichtchen erzählt:
Und man möcht`s nicht glauben, da macht die Muttergottes ihren Mund wirklich auf und sagt:
Das hat der Toni noch am selben Abend getan und kaum hat er sich die Augen mit dem Bründlwasser nur benetzt, so waren sie völlig genesen und er war wieder gesund und glücklich wie früher. *** Anmerkung:
Die Erzählungen über die Bildbuche
geben Einblick in rätselhafte Sagen und geheimnisvolle Begebenheiten.
Dass im Volksglauben derartige Märchen entstanden sind darf nicht
verwundern. Wir können sie nicht alle ergründen. So bleibt unserer
Nachwelt noch genug Rätselhaftes und Mystisches übrig, worüber
die Menschen sich den Kopf zerbrechen können. Quelle: Lehrersammlung Neidling, um 1930, Emailzusendung von August Pachschwöll vom 31. August 2005 |