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BEI DEN EINGEMAUERTEN Rechts an der Wienerstraße stand ehedem eine viereckige Säule. In einer Nische war das Gnadenbild von Deutsch-Altenburg, in der zweiten Christus am Kreuz und die Jahreszahl 1650; in der dritten ein gemaltes Maria Hilf-Bild und in der vierten die schmerzhafte Mutter Gottes. Die k. k. Straßenbaudirection beklagte es, daß durch diese Säule der Verkehr behindert werde. Es sollte die Straße erweitert und diese Säule gänzlich beseitigt werden. Da die Pfarre sowie das Magistrat baten, dies religiöse Denkmal der Vorzeit nicht gänzlich zu entfernen, so wurde diese Säule vom Baumeister Zottmann neben die Straße versetzt.
Bildstock "Bei den Eingemauerten" in Hainburg. An dieser Kapelle, wie an der des Spitales sind Steine mit folgender Inschrift eingemauert; "1650
Inschrift am Bildstock "Bei den Eingemauerten" in Hainburg. Joseph Maurer, Geschichte der landesfürstlichen Stadt Hainburg, Wien, 1894, S. 221 f. An der Wienerstraße bei Hainburg befand sich bis 1824 eine viereckige Säule mit der Jahreszahl 1650, welche im Volksmunde „bei den Eingemauerten" hieß. Der Sage nach sollen drinnen zwei Menschen wegen des Verbrechens der Blutschande eingeschlossen gewesen sein und wirklich fand man bei der Abtragung dieser Säule zwei Gerippe jüngeren Alters in sitzender Stellung dicht nebeneinander, die Arme auf die Knie gestemmt und mit den Händen die Augen verhalten; sie waren mit Kalk überschüttet. (Maurer, Gesch. Hainburg 1894.) Carl Calliano, Niederösterreichischer Sagenschatz, Bd. III, S197, Wien 1926 |
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