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DIE STEINERNEN LINSEN
Das Linsenfeld. Im Hintergrund der Ort Guttaring Unweit Guttaring, nördlich von St. Gertraud, bildet die Gegend einen Kessel, der nur nach einer Seite hin offen ist. Dort finden sich in großer Menge versteinerte Muscheln und Seeschnecken; außerdem sind dort manche Felder mit Steingebilden übersät, die der Hülsenfrucht der Linse ganz ähnlich sind und größere und kleinere Formen aufweisen. Franz Pehr, Kärntner Sagen. Klagenfurt 1913, 5. Auflage, Klagenfurt 1960, Nr. 25, S. 58 Anmerkung: Johann Georg Valvasor (1641-1693) schreibt 1679 in der "Topographia Archiducatus Carinthiæ antiquae & modernae completa": Der Markt Guttaring ligt im Gurgger Viertheil / an dem Wasser Pesseritz / zwischen Althofen und Hüttenberg; ist ein feiner Marckt / hat einen schönen Platz / auf einer Seiten rinnt das Wasser durch: Unweit davon unter S. Gertraudes Kirchen ist ein Felsen / darinn werden viel natürliche Schnecken / so zu Stein worden / und auch ein Acker voll kleiner röthlicher steinerner Linsen gefunden. Man sagt / es habe vorzeiten auf diesem Acker ein Mann / am Gertrauds Tag / Linsen gesäet; deswegen ihn Gott gestrafft / daß der Samen zu steinern Linsen worden: ich halte es aber nur für eine illusionem natura. Dieser Marckt gehört dem Bistum Salzburg.
Versteinerte Nummuliten auf dem Linsenfeld in Guttaring Quelle: Informationstafel der Gemeinde Guttaring beim Linsenfeld
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