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Von feurigen Männern Vor Jahren wurden häufig auf den Feldern von Au zur Nachtzeit feurige Männer gesehen. Sie trugen eine Stange, mit welcher sie die Äcker abzumessen schienen. Als eines Nachts ein Bauer aus Au mit seinem Fuhrwerk nach Hause fuhr, konnten die Pferde plötzlich nicht weiter. Ein ungeheures Gewicht schien auf dem Wagen zu lasten. Als der Bauer sich umsah, gewahrte er einen feurigen Mann auf dem Wagen sitzen. Unwillig rief er der feurigen Gestalt zu, den Platz zu verlassen. Mit einem tiefen Seufzer sprang der feurige Mann vom Wagen und verschwand. Hätte der Bauer ihn über die Torschwelle seines Hauses geführt, so wäre die arme Seele erlöst gewesen.
Das Annenkreuz bei Loretto, Burgenland
Inschrift im Gibel des Annenkreuzes bei Loretto, Burgenland Auch beim roten Kreuz, zwischen Au und Stotzing, wurde früher ein feuriger Mann gesehen, der auf den Schultern einen schweren Grenzstein trug und jämmerlich schrie:
Zwischen Au und Loretto und beim Annenkreuz unweit Prodersdorf sollen
früher feurige Männer ihr Unwesen getrieben haben.
Das Rote Kreuz zwischen Au am Leithagebirge (Niederösterreich) und Stotzing (Burgenland) Quelle: Sagen aus dem Leithagebirge, Alexander Seracsin, in: Unsere Heimat, 9. Jg. (1936), Nr. 8/9, S. 249, zit. nach Sagen aus dem Burgenland, Hrsg. Leander Petzoldt, München 1994, S. 97. |