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Das Donauweibchen Die Fischer tanzen beim Mondenschein, Sie tanzen am grünen Donaustrand, Da schallt ein Gesang aus schilfichtem Hag, Und lustigen Schrittes ein Weibchen hold „Wer bist du? Von wannen? Was treibst du allhier?“ „Und lebst du vom Wasser, so reich’ uns die Hand So tanze und singe dazu uns ein Lied, Da singet das Weibchen, da lagen im Nu „Ich wohne in einem kristall’nen Palast, Ich trinke aus Golde den würzigen Trank Ich schmück’ mit Korallen und Perlen mich schön Und schlafe auf Kissen, die weicher wie Flaum, Doch lieber als Perle und Gold und Gestein Ist mir eine Stunde am säuselden Strand So sang dort das Weibchen dem horchenden Rund, Und als er aufs neue den Schimmer ergoß, Wohl starrten die Fischer zum schilfichten Hag, Da wußten sie’s alle, da ward es nun klar: Und oft noch versuchen auf heimischem Ried Drum klingt auch noch jetzt in dem Fischergesang J. N. Vogl Quelle: Österreichisches Sagenkränzlein, Hans Fraungruber, Wien, Stuttgart, Leipzig 1911 |