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Der Spuk auf der Rosporter Fähre

In grauer Vorzeit war es nicht geheuer auf der Rosporter Fähre. Wenn der Fährmann in später Nacht Leute übersetzen musste, wurde nicht selten der Nachen, obgleich nichts oder nur sehr wenig geladen war, mitten in der Sauer auf einmal so schwer, dass er kaum noch von der Stelle zu bringen war und jeden Augenblick zu versinken drohte. Nicht ohne unheimliches Grausen sagten sich dann die Fergen, das habe kein anderer als ein tückischer Geist getan, der sich unsichtbar in dem Nachen befunden habe.

Quelle: Nikolaus Gredt, Sagenschatz des Luxemburger Landes, Luxemburg 1883