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GRÜNDUNG DES KLOSTERS MARIENBERG Ein Ritter von Castellatz [Kastellaz], der ein liederliches Leben geführt
hatte, kehrte reuig in sich und beschloß, ein Kloster zu gründen.
Er belud einen Saumesel mit reichen Schätzen und ließ ihn den
Weg selbst wählen, und wo er stehen bliebe, sollte der Bauplatz sein.
Andere sagen, daß der Stifter ein reicher Graf gewesen sei, der zur Sühnung seiner Jugensünden das Kloster gestiftet habe, und daß der Esel zum ersten Male dort still gehalten, wo jetzt die hl. Kreuzkapelle steht, die auch der Graf erbauen ließ. (Bei Mals.)
Quelle: Sagen aus Tirol, Gesammelt und herausgegeben von Ignaz V. Zingerle, Innsbruck 1891, Nr. 268, Seite 165. |