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Die Zigeunerin auf dem Stockberg

Einmal tauchte in Palai eine Zigeunerin auf. Sie war sehr alt. In ihrer lugend muß sie sehr schön gewesen sein. Sie kannte die Kunst, die Geheimnisse der Menschen und der Natur zu entziffern.

Beim Betrachten der großen Wälder des Stockerberges, zwischen Valcava und dem Fersental und hinauf bis nach Nardemol, sagte sie: "Dieser Berg wäre es wert, durch ein Kupferdach geschützt zu werden, denn so große Mengen von Gold sind in ihm enthalten."

Tatsächlich, das Wasser, welches in den Falten des Gebirges entspringt, enthielt Goldflitter. Die Floruzzer begaben sich des Nachts mit Mulis dorthin und beluden sie mit Goldklumpen.

Quelle: Das Tal der Mòcheni, Aldo Gorfer, Calliano 1973, S. 43