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DIE WETTERGLOCKE IN ST. ANDRÄ Die St. Andräer hatten eine alte, gute Wetterglocke, namens Anna
Maria. Weil sie alle Hexenwetter vertrieb, kamen die Untervintler, die
sehr von den Wettern zu leiden hatten, und boten den St. Andräern
so viel Geld für die Glocke, daß diese auf den Handel eingingen
und sie den Vintlern verkauften.
Und da sie die Glocke durchaus nicht von der Stelle brachten, mußten
sie damit wieder nach St. Andrä umkehren. Quelle: Heyl, Johann Adolf, Volkssagen, Bräuche und Meinungen aus Tirol, Brixen 1897, S. 135 |