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Wetter und Hagel machen Zu einer Zeit waren in einem Wirtshause zwei Zauberinnen zusammengekommen, die hatten zwei Gelten oder Kübel mit Wasser an einen besonderen Ort gesetzt und ratschlagten miteinander, ob es dem Korne oder dem Weine sollt gelten. Der Wirt, der auf einem heimlichen Winkel stand, hörte das mit an, und abends, als sich die zwei Weiber zu Bett gelegt, nahm er die Gelten und goß sie über sie hin; da ward das Wasser zu Eis, so daß beide von Stund an zu Tode froren. Eine arme Witfrau, die nicht wußte, wie sie ihre Kinder ernähren
sollte, ging in den Wald, Holz zu lesen, und bedachte ihr Unglück.
Da stand der Böse in eines Försters Gestalt und fragte: warum
sie so traurig? Ob ihr Mann abgestorben? Sie antwortete: »Ja.«
Er sprach: »Willt du mich nehmen und mir gehorsamen, will ich dir
Gelds die Fülle geben.« Er überredete sie mit vielen Worten,
daß sie zuletzt wich, Gott absagte und mit dem Teufel buhlte. Nach
Monatsfrist kam ihr Buhler wieder und reichte ihr einen Besen zu, darauf
sie ritten durch dick und dünn, trocken und naß auf den Berg
zu einem Tanz. Da waren noch andre Weiber mehr, deren sie aber nur zwei
kannte, und die eine gab dem Spielmann zwölf Pfennig Lohn. Nach dem
Tanze wurden die Hexen eins und taten zusammen Ähren, Rebenlaub und
Eichblätter, damit Korn, Trauben und Eicheln zu verderben; es gelang
aber nicht damit, und das Hagelwetter traf nicht, was es treffen sollte,
sondern fuhr nebenbei. Ihr selbst brachte sie damit ein Schaf um, darum
daß es zu spät heimkam. Kommentar: Godelmann:
Von Zauberern, übers. von Nigrin, V, I, S. 83.
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